Therapiemethoden

Es haben sich im Laufe der Jahrtausende in der Traditionellen Chinesischen Medizin viele Therapiemethoden entwickelt. Diese Methoden haben jeweils eigene Anwendungsbereiche. Sie können aber auch problemlos miteinander kombiniert werden. Durch Kombination von verschiedenen Therapiemethoden kommt man bei der Behandlung schneller zum Erfolg.

Die Therapiemethoden werden in 5 Säulen eingeteilt:

  • Akupunktur und Moxibustion
  • Arzneimitteltherapie (Kräuterheilkunde)
  • Qi Gong und Tai Chi (Bewegung und Atmung)
  • Tuina (Massage, Akupressur)
  • Diätetik (Ernährungsheilkunde)

In der folgenden Tabelle finden Sie eine Auflistung und kurze Beschreibung dieser Therapiemethoden. Die Therapien, der bei uns in der Praxis durchgeführt werden,  sind fett gedruckt. Wer welche Therapien durchführt, finden Sie auf der Teamseite.

Eine alphabetische Zusammenstellung der Therapiemethoden:

An Mo ist eine einfachere Form der Massage. ‘An’ beschreibt eine Drucktechnik, ‘Mo’ ein kreisendes Streichen. An Mo ist der Vorgänger von Tuina.
Akupressur ist eine reine Drucktechnik. Die Punkte, die bei der Akupunktur gestochen werden, werden hier mit Finger-, bzw. Daumendruck behandelt.

Die Akupressur ist ein Teilbereich von Anmo und Tuina.

Akupunktur ist die Behandlung von speziellen Stellen am Körper mit feinen Nadeln. Diese sind heute aus Stahl (Einmal-Material), aber auch Gold- und Silbernadeln können verwendet werden. Die gestochenen Punkte sind wie Schalter oder Schleusentore zu verstehen. Mit diesen ‘Schaltern’ wird Energie aktiviert. Dadurch löst man eine Bewegung zum Gleichgewicht hin aus.
Akupunkt-Massage (nach Penzel) ist keine klassische Behandlung aus der chinesischen Medizin. Sie orientiert sich aber an deren Prinzipien. Es werden die Leitbahnen (Energiebahnen auf der Haut) behandelt. Diese Therapie und davon abgeleitete Verfahren sind auch bekannt als Meridiantherapie.
Ernährungsberatung Auch die Diätetik findet statt nach den Regeln der chinesischen Medizin (Theorie der Wandlungsphasen). Gerade über die Ernährung kann sehr viel beeinflusst werden. Die Ernährung hat auch einen nahen Bezug zur Kräuterheilkunde (oder kochen Sie ohne Gewürze?).
Feng Shui wird auch als Geomantie bezeichnet. Sie beschäftigt sich mit der Art und Weise des Bauens, mit der Einrichtung der Wohnung, usw. Ich sehe auch Feng Shui als Therapie, da eine schlechte Umgebung zur Krankheit führen kann. Ich finde es wichtig, dass die Umwelt als Anteil von Krankheit und Gesundheit gesehen wird.

Wie geht es Ihnen, wenn Sie in einem dunklen Tal wohnen und im Winter kaum die Sonne sehen?

Gua Sha ist eine Behandlung, bei der Hautbereiche mit Hornschabern bis zur Rötung dieser Bereiche gerieben werden. Die Behandlung lässt gleichzeitig auch diagnostische Rückschlüsse zu.

Gua Sha kann man auch selbst gut zu Hause verwenden.

Kräuterheilkunde Die Pharmakologie nimmt einen grossen Bereich der chinesischen Medizin ein. Man kann eigentlich alles, was irgendwie in den Körper zu bringen ist, auch therapeutisch verwenden. Kennt man die entsprechenden Wirkungen und hat man eine richtige Diagnose, kann man damit sehr erfolgreich behandeln.

Die Kräuterheilkunde kann mit westlichen oder chinesischen Kräutern durchgeführt werden.

Laserakupunktur Die Laserakupunktur ist eine sehr neue Form der Behandlung. Diese findet mit einem Rotlichtlaser (LaserNeedle®) statt. Der Laserstrahl ist ein konzentrierter Lichtstrahl. Die Behandlung ist völlig schmerzlos, die Wirkung ist ähnlich stark wie bei der Akupunktur. Da es keinen Stich gibt und dadurch keinen Schmerz, ist es das ideale Verfahren bei Kindern.
Moxibustion, Moxa ist eine Anwendung von Beifusskraut (Artemisia vulgaris). Das Kraut oder seine Kohle wird benutzt, um Akupunkturpunkte oder ganze Bereiche des Körpers zu wärmen. Eine Anwendung auf der Nadel (Akumoxatherapie) ist auch möglich und kombiniert die Wirkung beider Verfahren.
Ohrakupunktur ist keine klassisch chinesische Therapie. Die Ohrakupunktur wurde in Frankreich entwickelt (Dr. Paul Nogier, Lyon). Sie wird heute in die chinesische Medizin integriert.
Qi Gong ist eine ‘Meditation’ in Bewegung, verbunden mit Atemtherapie. Qi Gong kann man auch als Grundlage der Kampfkünste ansehen. Siehe auch Tai Chi.
Schröpfen Auch dies ist ein klassisches (chinesisches und westliches) Verfahren. Hier werden Gläser luftleer gemacht und auf den Körper aufgesetzt.
Tai Chi ist als die ‘jüngere’ Form der Bewegungs- und Atemtherapie anzusehen.

Qi Gong kann als Basis der Bewegungs- und Atemtherapie gesehen werden. Die (äussere) Bewegung ist geringer. Bei Tai Chi findet mehr Bewegung statt. Tai Chi ist als ‘Schattenboxen’ bekannt geworden, da viele Bewegungen wie beim Kampfsport ausgeführt werden.

Tui Na ist die Weiterentwicklung von An Mo. Tui bedeutet Schieben, Na bezeichnet das Greifen und Nach-oben-ziehen eines Muskels. Tuina ist im Gegensatz zu An Mo feiner entwickelt, umfasst mehr Griffe und hat damit auch mehr Möglichkeiten, den Körper zu beeinflussen. Tuina wird in bei Störungen von Muskulatur und Skelett angewendet. Es wird auch an Akupunktur-Punkten gearbeitet. So ist auch eine ganzheitliche Therapie möglich.

Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Anwendung in der Kinderheilkunde.